Friday, April 29, 2011

Haarsträubend - hair-raising

Dank eingeschaltetem TV am Arbeitsplatz ist es mir gelungen, der Märchenhochzeit des Jahres mit Besen und Staubtuch bewaffnet zu folgen, obwohl ich selber gar kein TV besitze - welch haarsträubend kitschiges Geschenk! :-)
Als Autor historischer Romane ist man Romantiker, ob man will oder nicht, und Brautkleider lassen keine Frau kalt, egal was sie uns erzählen will.
Ich saß also auf dem Wohnzimmertisch, das Staubtuch an die Brust gepresst - und fand trotz meiner Unvermittelbarkeit wegen fortgeschrittenem Alter, roten Haaren und genereller Gefahr angesichts der Londoner Bilder das Projekt Heiraten erneut spannend und äußerst schräg ....





Das Heer der Fotografen war beeindruckend, und ich zitiere gerne Christopher, der meinte ,wie ungleich spannender es doch gewesen wäre, wenn jemand im Moment des royalen Kusses die Hosen heruntergelassen hätte. Welche Bilder wir morgen wohl in der Zeitung gefunden hätten ...?
Haarsträubend.






Die wirklich haarsträubenden Dinge jedoch geschehen in der Regel in unserer unmittelbaren Umgebung.

Der letzte Schritt meines Teilzeitauswanderungsversuchs war das Auto. Nachdem meine Einbürgerung erfolgreich verlaufen war, hatte ich den Antrag zur Isländisierung meines Mazda gestellt. Man war sehr nett zu mir, was ich auf den dezenten Gebrauch von Lippenstift und Ladyschaft zurückführte, und man versprach daß ich mir die günstigere Schätzung würde aussuchen können - leider hat es nicht geholfen.


Der isländische Zoll besteht darauf, für ein 8 Jahre altes Auto, reparaturbedürftig und 220.000 km gelaufen, 185.000 isländische Kronen fürs Staatssäckel zu erhalten, das sind umgerechnet 1120 Euro.

Oder 185 Stunden putzen.


Mein Auto wurde von Mazda auf 1075 Euro Wert geschätzt.


Es drängt sich der Verdacht auf, daß der einwanderungswillige Neubürger genötigt wird, sich an der Rückzahlung der Icesacve-Schulden zu beteiligen - nachdem die Desaster-Verursacher mit vollen Taschen das Land verlassen haben und die Isländer ja alle kein Geld sondern nur Pferde besitzen.

Vielleicht sind die 40% Einfuhrzoll auch so eine Art Mitgliedsbeitrag, wie in deutschen Schickimicki-Golfclubs, wo man erst mal ein Jahresgehalt einzahlen muss, um die Toilette besuchen zu dürfen. Schließlich soll nicht jeder in diesem nasskalten Wikingerreich wohnen, die Dänen werfen ja auch gerade alle armen Einwanderer wieder raus.

Ich fühle mich jedenfalls gewillkürt und in höchstem Maße verarscht, mein rebellisches Löwenherz denkt schon über Europäischen Gerichtshof, UNO und PETA nach.

Und der Appetit auf Essen ist mir wieder einmal vergangen.

Haarsträubend.











Saturday, April 23, 2011

Osterhasen

Heute war einer jenen Morgen mit seidigschimmerndem Geschenkband.
Als wüsste der Himmel um meinen páskablús, schickte er Sonne in das Tal des Dauerregens, und mit dicker Jacke konnte man trotz kaltem Ostwind auf der Weide an den Heuballen gekuschelt und die Pferde dicht bei sich fast eine Stunde lang alles vergessen.
Der Ort war vielleicht ein wenig ungewöhnlich, weswegen auf der Straße Autos anhielten, fassungslose Wikinger, und Touristen für das Foto ihres Lebens *g*.

Herr Páll fraß das Heu direkt über meinen Haaren. Die Sonne wärmte uns von Süden.
Meine goldene Freundin ließ ihr Maul mit großer Zärtlichkeit über meine Haare, Wangen, Schultern wandern, sie weiß immer wie es mir geht und was grad helfen kann. Ihr Gespür für die Menschenseele ist so großartig wie das ganze wunderbare Pferd.










Ich sagte ihr "Leg dich hin."
"Ok," meinte sie, "hast recht." Wanderte drei Schritte um den Heuballen herum und legte sich ab. Herr Páll überlegte kurz. Dann entschied er sich, es ihr gleichzutun, Frauen haben schließlich immer recht, egal wieviele Beine. Der dritte im Bunde lag schon eine ganze Weile auf der Seite und schnarchte.
Und als wolle der Wind diesen Frieden nicht stören, ließ er für kurze Zeit nach ...









Genug gepennt, findet Herr Páll. :-)






Sobald ich mich bewege, rieselt immer noch Heu aus meinen Haaren.
Heu in den Haaren ist gut für alles.

Thursday, April 21, 2011

Lauter Ostereier

Nachdem ich zu Beginn meiner Zeit in Island in der Kirche von Skálholt während einer Chorprobe eingeschlossen worden war und die ganze Probe mitangehört hatte, hat mich dieser Ort nicht mehr losgelassen. Skálholt ist Islands ältester Kirchensitz, Bischofssitz und von allen Geistern sind die meisten auch hier unterwegs. Gestern abend fand in Skálholt das Sunnlenskir Hátídartonleik statt - ein Osterkonzert mit zum Weinen schönen isländischen Psalmen und Liedern aus Mozarts Requiem.
Niemals hätte ich mir träumen lassen in dieser Kirche selber zu singen, vor ausverkauftem Haus, und ich hatte vergessen, was Chorgesang mit einem macht. Noch einen Tag später befindet man sich in einem groove - vielleicht Mozarts groove? Oder dieser hier?

Nú ríkir kyrrð í djúpum dal,
þótt duni foss í gljúfrasal,
í hreiðrum fulgar hvíla rótt,

þeir hafa boðið góða nótt.

Nú saman leggja blómin blöð,
er breiddu faðm mót sólu glöð,
í brekkum fjalla hvíla hljótt,
þau hafa boðið góða nótt.

Nú hverfur sól við segluskaut
og signir geisli hæð og laut,
en aftanskinið hverfur fljótt,
það hefur boðið góða nótt.
(Magnús Gíslason)





Das anschließende Beisammensein war für mich ebenfalls eine Premiere, weil weitergesungen wurde, nach Wikingerart im Kreis stehend, sich anschauend und ernsthaft die Stimme ertönen lassend - und anders als in Deutschland ist man begierig, zum Kreis dazuzugehören. Egal ob Mann oder Frau, wer mitsingen möchte, stellt sich in den Kreis, heftet den Blick auf die anderen - und singt. Der Kreis ist magisch - er schenkt Klang und Gemeinschaft sobald man ihn betritt, so als habe jemand mit einem Zauberstab einen weißen Strich auf den Boden gemalt ...

Der Konzertabend entließ uns dann ins Osterfest.
Das ist hier in Island eine eher trübe Angelegenheit. es liegt nicht am Protestantentum (was man denken könnte). Ohne Familie gibt es kein Fest, kein Essen, nur langweilige nicht-endenwollende Tage, in diesem Jahr bei Dauerregen, Sturm und 4 Grad, Tendenz: stagnierend.

Okay, denkst du, dann schenkste dir eben ein bisschen Ostern selber und ziehst los, um Osterglocken und Schokoladeneier zu kaufen. Auch hier regiert der Trübsinn: der Strauß aus 9 Osterglocken kostet 6 Euro und ich bin nicht sicher ob sie Ostersonntag noch erleben werden.
Die Suche nach Schokoladeneier trieb mich in die Verzweiflung ...





In Island sind die saisonalen Schokogegenstände noch eklig-süßer als ohnehin schon, vollgepackt mit anderem Süßkram und nach Größen und Preis gestaffelt. Das wars.
Als Kind geht es darum, möglichst viele möglichst große Eier anzuhäufen - eine Materialschlacht ähnlich wie Weihnachten. Ob irgendwer drüber nachdenkt, daß sie vielleicht auch schmecken könnten? In Deutschland jammert man über den Überfluss - es geht auch anders.
Das hier ist Eiervariante 2:




Und das war's.
Kurz vor dem Wahnsinn entdeckte ich im Hagkaup eine Packung Lindt-Eier, Alter unbekannt, zum stolzen Preis von 7 Euro. Nun geizt man mit jedem Ei und hat vermutlich im Sommer noch welche ...
Die Alternative für alle, denen es so geht wie mir: Kaffihús Mika an der Straße 35 nach Geysir. Fine food, FINE chocolate, der gute Michal hat sich das in Belgien zeigen lassen und seine heiße Schokolade lässt den Papst erröten ...





Letztens las ich, daß das mit der Schokolade als Glücklieferant nur ein Märchen ist und daß das Zeug nur dem hilft der daran glaubt.
Also - ich glaub da voll dran.
Irgendwas muss man ja essen. ;-)

Sunday, April 17, 2011

Endless april ...

Der April in Island ist schier endlos.
Endlos grau, endlos nass, endlos stürmisch.
Er ist doppelt so lang wie andere Monate und bis zum Sommer ist es noch dreimal so lange wie noch im März. Ostern ist fünfmal beschissener als Weihnachten weil man sich nicht mit Plätzchenbacken und Geschenkebesorgen davon ablenken kann, daß man alleine ist.
Und draußen regnet es weiter.





Nu schimpf mal nicht so rum, sagt die Natur. Sperr deine Augen auf, Blindfisch, der Frühling ist längst da.
"Frühling" sind die zwei Tage zwischen dem letzten Dauerregen und dem ersten Sommertag, 21. April, dem Beginn des Sommermonates Harpa. Am 1. Sommertag packt der Isländer T-Shirt, Gasgrill und Reitpferd aus und macht einen auf Sommer - egal wieviel Schnee waagrecht durch die Gegend fliegt.

Die Natur hat aber recht.
Nachdem vor ein paar Wochen die Wildgänse lautstark eingefallen sind, hocken nun auch überall Schwäne herum - Singschwäne, um genau zu sein. Eine charmante Ironie, denn ihr Lärm erinnert nur entfernt an 'singen'. Sie bevölkern Flüsse, Seen und Pfützen, scheißen überall hin und ruinieren die kurz vorm Wachstum stehenden Wiesen. Die Bauern lauern bereits missmutig auf den Beginn der Schwanjagdzeit und polieren schon mal ihre Flinten.






Auch die ersten Austernfischer sind eingetroffen. Das Pärchen, welches in Hlemmiskeið zuhause ist, watschelte mir heute übern Weg.
Hiho, sagte er.
Hi, piepste sie.
Dann flatterten sie weg, weil Austernfischer ja so furchtbar scheu sind.

Und der Rhabarber hat sich auch aus seinen braunen Schmuddelblättern befreit. Er erinnert mich daran, daß mein Tiefkühlfach noch voll ist mit der Ernte des letzten Sommers - Johannisbeeren und Rhabarber, gedacht für viele Kuchen von denen ich keine gebacken hab, weil sowas nur in Gesellschaft schmeckt.
Jetzt geh ich jeden Tag gucken, wie weit er damit ist, seine Falten loszuwerden (anders als wir Menschen) und investiere mein Geld in spanische Erdbeeren, die ich mit Bergen von wundervoller isländischer Schlagsahne esse, weil das auf jeden Fall Sommer suggeriert.





Mein kleiner Páll zupft grüne Gräser und übt an ihnen den Überlebenskampf des Mangelwesens Pferd - die Heuvorräte neigen sich dem Ende zu. Er fühlt sich an wie ein Plüschtier und vertreibt sich die Wartezeit (auf mehr Gras) mit Spielen und Rumtoben.
Wie immer helfen die Pferde über alles hinweg - über das lange Warten, über Einsamkeit, über Farblosigkeit, weil bei ihnen immer Leben und Farbe ist.





Ihr stoisches Warten auf den Sommer, auf Gras, auf ... irgendwas ... ist eine gute Lektion - was strampeln wir Menschen doch und vergeuden unnötig Kraft, indem wir etwas herbeistressen wollen, was ohnehin kommen wird - bald.





Ich vergrabe meine Hände in ihre Mähnen und versuche meine Ungeduld zu zügeln. Seit ich mich entschieden habe, ein Reitpferd haben zu wollen, ist jeder Tag ohne noch mehr Qual als zuvor, als ich ohne Hoffnung auf Aussicht anderen Leuten beim Reiten zuschauen musste.
Jetzt gibt es Aussicht - bald. Ein paar Dinge müssen noch geregelt werden.

Derweil scheinen zwei meiner geliebten Schützlinge besser lesen zu können als andere, sie finden nämlich beide, daß sie der jeweils richtige Kandidat wären und fragen täglich an, wie die Lage ist.
Ich sag, ich kann euch nicht alle haben.
Nimm einfach mich, sagt der Wallach, ich tölte und die da nicht.
Wohl! zickt 'die da', ich lern das schon noch!
Aber neben mir, sagt der Wallach, kann ein Vulkan ausbrechen. Sagt der Chef.
Der spinnt doch, giftet 'die da'. Und überhaupt. Wer braucht schon Kerle. Und Vulkane. Und so. Und sie schiebt ihren Kopf sicherheitshalber über meine Schulter, damit ich nicht vergesse, daß es wahre Liebe nur unter Mädels gibt.
Da grinst der Wallach brauenhüpfend und stellt sich so hin, daß ich ihn als erstes putzen muss und nicht 'die da'. Ihr werdet euch noch wundern, sagt er.
Und ich bin mir nicht sicher, was er damit meint. Ich putz ihn einfach und knete ausgiebig seine Ohren von innen und außen und er findet das ganz toll. Er ist auch nur ein Mann, und er gibt es wenigstens zu.

Jedenfalls scheinen alle darauf zu warten, daß etwas passiert.



Sunday, April 3, 2011

Rennur mjólk, rennur blód ....

Diese unschuldig in der Sonne liegende weiße Lady begrub einst ein blühendes Tal unter ihrer Asche. Findige Schreiber gruben die Geschichte dieses blühenden Tals wieder aus. Das Leikverkid Gauks unter der Regie von Villborg Halldórsdóttir führt in diesen Tagen die Saga von Gaukur Trandilsson auf - jener Bauer auf Stöng, der beim großen Hekla-Ausbruch von 11hundertschlagmichtot wie fast alle anderen Bewohner des Thjorsárdalur von der Geschichte begraben wurde. Wir lernten im Gemeindezentrum von Árnes, daß Gaukur sein Leben schon viel früher verlor, weil er den Weibern nämlich schöne Augen machte ...... Mit beeindruckender Düsternis begann das Spiel. Allein die monotonen Rhythmen, unter denen die Männer singend die Bühne betraten, ließen kalte Schauer über den Rücken laufen und man fühlte sich überzeugend in graue Vorzeit zurückversetzt. Und wen haben wir da ... die Bewohner des Thjorsárdalur, die eine grausige Geschichte zu berichten wissen ... die Geschichte von Gaukur auf Stöng und der Thúridur von Hraunhöfn, die sich zu tief in die Augen schauten, obwohl Thúridur doch dem Steinólfur gegeben war. Es kommt wie es kommen muss, Thúridur verfällt dem gut aussehenden Gaukur, während hinter ihrem Rücken bereits eine Intrige läuft.



Gaukur schwängert sie ... und nun geht mächtig die Post ab. Wie bei Romeo und Julia kämpfen zwei Clans gegeneinander, Ziehbrüder müssen Farbe bekennen, und enttäuschte Weiber haben auch noch ein Wörtchen mit zu reden.

Das Ganze findet in einem geschickten Wechselspiel aus leisen Szenen und großartigem mittelalterlichen Lärm statt, die Actionsequenzen sind hervorragend inszeniert, die Männer spielen überzeugend derb und gleichzeitig so präzise, daß man im Leben nicht darauf kommt, eine Laientruppe vor sich zu haben.

Keine Sekunde kommt Langeweile auf, das Drama nimmt vielmehr an Tempo zu, jeder scheint nun gegen jeden zu agieren in dem schönen Tal ...






Steinólfur will sein Weib zwingen das Kind des anderen abzutreiben, aber sie weigert sich.

"Sterben sollst du, Steinólfur!"
Die schwangere Thúridur flucht sich die Seele aus dem Leib, doch das hilft ihr alles nichts, das Schicksal ist ja vorherbestimmt -




Und Männer sterben, das Kind kommt zur Welt und hat nur für kurze Zeit einen Vater, denn der ist der Letzte, der in dieser selbstverursachten Fehde sein Leben lassen muss. Gauks Mutter nimmt das Kind an sich und die verzweifelte Thúridur entfleucht als vogelähnlicher Geist.

Und "rennur mjólk, rennur blód" singen die Frauen leise hinterm Webrahmen, der an die blutgetränkten Schicksalsfäden der Gíslasaga erinnert, und die Frauen an die drei Nornen ...
"Milch fließt und Blut auch" .... grausige Wikingersemantik ...







Viel Asche ist seitdem gefallen. Das Thjorsádalur hat die Zeiten überdauert und auf den Trümmern der alten Siedlungen leben heute wieder Menschen - das Tal gehört zu den schönsten Tälern des Südens.

An den alten geilen Unglücksraben Gaukur erinnert nicht viel mehr als das Schild vor dem Felsen ...





Eine ganz hervorragende Inszenierung, zu der man gratulieren darf!

Trotz wunderschönen Vorfrühlingswetter war diese Nachmittagsvorstellung ausverkauft, und man kann dem Ensemble nur wünschen, daß die nächsten Vorstellungen auch so gut besucht sind.

Saturday, April 2, 2011

Ragnheiður Gröndal

Gestern abend waren wir - the icelandic way - kurzentschlossen auf einem Konzert, in der Fischmetropole Thorlákshöfn, jenem Ort, den ich ob seiner melancholisch-maritimen Atmosphäre so mag und wo man ein Konzert dieser Art am allerwenigsten vermutet. Ragnheiður hatte am Abend vorher in Reykjavik gespielt - und nun kam sie ins Rathaus ans Meer :-) Überall Kerzen, ein wohlgefüllter Saal in wohligwarmer Atmosphäre. . . Ragnheiður ist eine von Islands Stimmperlen. Die viermalige Siegerin des Icelandic Music Awards ist in der Jazz- und Folkmusik zuhause und braucht Vergleiche zu Tori Amos und Aziza Mustafa Zadeh nicht zu scheuen - ihre Stimme ist vielseitig und selbst einen echten fetten Blues kann sie trotz ihrer Jugend überzeugend rüberbringen. Ihre Person hat nur wenig Bühnenpräsenz, sie versteckt sich lieber hinter dem Flügel, ist kaum zu sehen, doch das vergisst man schnell, weil ihre Lieder einen in Klang vollkommen versinken lassen, und nach jedem Song erwacht man in die kerzenerfüllte Dunkelheit des Saales, ungläubig den Kopf darüber schüttelnd, wie sie einen wieder und wieder hatte hinforttragen können - und wohin! Das Publikum war so still wie ich das noch niemals erlebt hatte ... alle waren sie auf Reisen. Liebeslieder von dunkler Verträumtheit und schrägen Vergleichen (You are like a library) wechseln sich mit fetzigen Titeln und Coverversionen bekannter Titel von Björk oder Bob Dylan, sie singt isländische Volksweisen voll trauriger Schönheit ebenso wie heftigen Jazz, begleitet von richtig guten Musikern an Gitarren und drums.
Eine Entdeckung, ebenso wie seinerzeit Eivör Pálsdóttir. http://www.youtube.com/watch?v=1Nfmf7PtWiI&feature=related Leider macht blogger grad Probleme, deswegen sieht das hier alles so gequetscht aus.