Wednesday, April 28, 2010

Asche ....

In der Asche nichts Neues ... stuck in Iceland.
Auch heute Morgen sind wieder beide Flughäfen gesperrt.
http://www.ruv.is/frett/lokad-i-baedi-reykjavik-og-keflavik
Island will mich wohl wirklich behalten.
;-)


Gestern am Wegesrand gefunden: ein qualmender Vulkan.




Ein Abendrot in Reykjavik, made by vulcanic ash.


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Ein Abendrot auf Hellisheidi, made by vulcanic ash.




Vulcanic blues auf französisch:
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Tuesday, April 27, 2010

bad mood vulcano

So langsam sorgt das Ding hier für schlechte Laune.
Ich versuche locker zu bleiben. Thetta reddast, bis Freitag ist noch viel Zeit und vielleicht irren sich die Wetterfrösche ja mal und der Wind dreht, Sturm kommt auf, oder heftiger Regen - wir versprechen auch, keine schlechte Laune wegen des Wetters zu bekommen ...








(Nur mein Jagdtrieb, endlich die richtige Kameraeinstellung für den Berg zu finden, der erlahmt nicht *g*)
Beeindruckend zu sehen, wie sich der ehemals strahlendweiße Gletscher in einen schwarzen Berg verwandelt hat.
Mordor ..............................................


Wieder waren beide Flughäfen am Morgen geschlossen, nachdem sie ein paar Maschinen haben landen lassen. Kaja schaffte es noch bis ins Land, nun sitzt sie hier fest und kommt nicht weiter.
Die inzwischen verhältnismäßig kleine Aschewolke hängt wie ein grauer Vorhang über dem Süden Islands:
http://www.mbl.is/mm/frettir/innlent/2010/04/27/loftrymi_sudvestanlands_lokad/?ref=fphelst
Durch den kaum vorhandenen Wind bewegt sie sich nicht. Da ist der Mensch machtlos - kaum zu glauben!

Zum Ausbruch selber gibt es auch keine Neuigkeiten. Er könnte morgen zuende sein, oder in ein paar Monaten, sagt Magnús Tumi, der nett aussehende Obervulkanologe, mit dem ich in jeden Krater steigen würde.
Die Asche wird zunehmend gröber und fällt an den Hängen runter. Lava läuft ... und läuft halt.



Katla spielt derweil mit Wolken herum. Vielleicht übt sie auch.



Vulcano blues auf italienisch:
http://www.youtube.com/watch?v=P_4RdHoFvUA

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Monday, April 26, 2010

Lava

Jetzt wo der Vulkan erschlafft, kommen die Wikinger gleich wieder auf lustige Ideen.
Das Ding ist tot? Mach dir dein eigenes Ding!
Und dem spielverrückten Volk wurde flugs ein Computerspiel gebastelt, um zu lernen wie man im Blindflug durch die Asche düst:
http://www.leikjanet.is/?gluggi=leikir_spila&leikur=1577
Beim nächsten Ausbruch sind wir dann bestens vorbereitet und können wieder cool sein.

Die Ernsthaften erforschen derweil die Hintergründe des hinter uns liegenden Chaoses. Eyjafjallajökull hüllt sich ja in dichte Wolken, das einzige was er dem Aufklärungsflugzeug preisgab, war der Lavastrom, der sich über Gígjökull nach Norden aufgemacht hat.

Warum hat es so ein Aschedurcheinander gegeben? Und warum zum ersten Mal?
Als die Hekla, die sehr ähnliche Asche produziert, 1947 mit großer Wucht ausbrach, gab es keinen nennenswerten Flugverkehr, der hätte gestört werden können.
Hinzu kommt daß die meisten Ausbrüche in Island aus Magma auf Basaltbasis bestehen, viel Lava, wenig Ascheemission - und wenn, dann eher eine grobe Art der Asche, die schnell zu Boden sinkt.
Eyjafjallajökull hielt eine andere Art des Auswurfs bereit (was man beim letzten Ausbruch 1821 auch nicht gewusst hat): die Magma ist von eher zäher Konsistenz, kieselsäure- und alkalireich und enthält viel Gas. An der Luft angekommen, löst sich das Gas aus der schäumenden Magma und lässt sie in kleinste Teile zerbersten, die vom Druck in die Höhe geschleudert werden.
Das Gas ist also schuld, daß die Asche, bestehend aus feinsten Glassplitterchen, erst so fein wurde, dann so hoch und dann so weit fliegen konnte - und Europas Flugverkehr lahmlegte.
Ein herkömmlicher Basaltlava-Ausbruch hätte diesen Effekt niemals gehabt.

Eyjafjallajökull hat also einfach nur "Vollgas" gegeben.
Wer kann ihm das verübeln - in einem Land wo man mit 90 km/h durch die Gegend kriechen muss? ;-)


Ich finde solche Steingeschichten immer spannend. Und wenn ich an der Thjorsá meine Taschen mit angeschwemmten, rundgewaschenen Lavabrocken fülle, denke ich oft, wo diese Steine wohl alle herkommen und welche Reise sie wohl hinter sich haben ...




Es ist 22 Uhr vorbei - draußen dämmert es unentschlossen vor sich hin. Man kann abends lange Wanderungen machen und die Zeit vergessen. Man hält an, bleibt stehen. Zieht den Buff von den Ohren. Und hört ... nichts. Ein paar Vögel, schnatternde Wildgänse, eine Lóa. Wenn sie weggeflattert sind, wieder ... nichts. Kein Wind, kein Auto, kein Pferd. Kein Mensch. In der Ferne rauscht ganz leise Wasser, vielleicht die Thjorsá, vielleicht der Urridafoss.
Man hört nichts.
Deswegen bin ich hier.



Sunday, April 25, 2010

Boooooring sunday

The Art of multiplication

Whatever you give a woman, she will make it greater.
Give her sperm, she will give you a baby.
Give her a house, she will give you a home.
Give her groceries, she will give you a meal.
Give her a smile and she will give you her heart.

She multiplies and enlarges what she is given.
So if you give her crap, be ready to receive a ton of shit.

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Jeder, der mich ein bisschen kennt, weiß daß ich Sonntage HASSE.
Seit ich ein Kind bin.
Am Sonntag hält die Welt an, ohne zu fragen. Sie macht eine Vollbremsung und du verstehst, was dir fehlt:
ein Frühstück zu zweit, jemand zum reden, zum lachen, irgendwas nettes, schönes, was den Tag von der Woche unterscheidet. Und wenn es nur ein Frühstücksei ist - würde ich mir selber niemals kochen.
Sonntage riechen nach Familie und verschlossenen Türen, was man erst merkt wenn man alleine ist.

Mein Sonntag begann wie der Samstag endete - mit dem Mist von 7 Pferden, mit denen ich aber immerhin reden konnte. Sie werden ja nicht geritten oder sonstwie gearbeitet (hier reitet niemand wirklich, hier hat man nur Pferde) und langweilen sich genauso wie ich. Man kann sie also herrlich vollschwallen, verziehen, mit Leckerlis vollstopfen, sie finden aus Langeweile alles toll.
Wenn man sie jeden Tag putzt, wundern sie sich - und finden es supertoll.
Wegen der Asche, die nicht kam, weil sie woanders niederging, stehen sie im Stall. Wie lange sie dort stehen, weiß man nicht, weil man hier nie weiß.
Man kann also eigentlich nicht sagen, ich hätte keine Gesellschaft ;-)

Auf der Wiese hängen noch mehr herum.




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Und warten auf ... keine Ahnung. Frühling? Den Postboten? Auch egal, oder?



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Der hier hat im schwarzen Sand der Thjorsá genug gewartet. Jetzt wartet er dekorativ auf der Brüstung meiner Treppe.





Thursday, April 22, 2010

Gledilegt sumar! Froher Sommer!

Nach dem alten isländischen Kalender beginnt heute der Monat Harpa - und der Sommer.
In Island ist der erste Sommertag (der erste Donnerstag nach dem 18. April) ein nationaler Feiertag, der jahrhundertelang ernsthaft und sogar mit einer Messe begangen wurde, bis dänische Priester die Messe verboten, weil das Fest ja heidnisch sei.

Und als wollte der Tag beweisen, daß das ja alles stimmt, wartete er mit allerbesten Wetter auf. In der Nacht hatte es gefroren - beste Voraussetzungen also, die Legende zu erfüllen nach der es ein guter Sommer wird, wenn in der Nacht vor dem ersten Sommertag das Wasser gefriert und der Winter mit dem Sommer zusammenfriert.
Ein Tag, den Vulkan zu vergessen, und alle Sorgen. Ein Pferd hat gefehlt, aber es muss ja ohne gehen. Wir haben uns daher aufgemacht, den Sommer zu suchen. Wir fanden ihn trotz des eisigen Windes in einem romantischen kleinen Prestsetur, einem Priestersitz, kurz vor dem Hochland, wo mitten in der Wiese ein hotpot zum Baden einlädt. An seiner Graswand prangte eine ... quietschgelbe Löwenzahnblüte. :-)
Und das Grün der Algen barg schon ganz schön viel Sommer.







Ringsum wartet alles noch.



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Weit genug weg von der Asche.



Wenn man kurz vorm Hochland in der Einöde einen alten Leichenwagen mit Sarg findet, ist man vermutlich in Island.




Ein abendlicher Besuch beim Patienten, dem es heute ganz gut geht. Sahniger Auswurf, kaum Unruhe, wenig neue Asche. Abendliche Romantikstimmung unterm Vulkan.




Schau ich mir die europäischen Karten in diesem Beitrag an, in dem es hauptsächlich um Flugverbote in Island geht, weil heute Asche nach Westen getragen wurde,
fühle ich mich bestätigt, meinen Flug um eine weitere Woche verschoben zu haben.
Ich glaube sogar daß alle die behaupten, das Fliegen sei zur Zeit sicher, schlicht und ergreifend lügen.
Die Lage im Aschegürtel des Südens ist weiterhin angespannt und man wagt kaum laut zu fragen, ob es denn wirklich keine Vorsorgemöglichkeit gegeben hat, die Tiere vor der Asche zu schützen.
Hier im Dorf ist man heute aktiv geworden, hat Pferde ans Haus geholt, mit ausreichend Heu und fließendem Frischwasser versorgt, zum Teil sogar aufgestallt. Das beruhigt.

Wednesday, April 21, 2010

Bulletin

Das tägliche Vulkanbulletin heute fiel etwas positiver aus. Die Aktivität lässt nach, was deutlich an der sahnigen Struktur der Wolken zu erkennen ist.
Was den zugeaschten Bauern südlich des Eyjafjallajökull natürlich nicht hilft. Und uns auch nicht, sollte sich der Wind am Samstag drehen. Trotzdem liegt eine "thetta-reddast"-Stimmung über dem Land - wenn sich hier jemand Sorgen macht, dann hat er das verdammt gut im Griff.

Wieso auch nicht - wenn gestern die Nachrichten besagten daß die Asche zu fein ist als daß sie den Boden nicht verkleistert, und heute ist die Asche plötzlich ideal zum unterpflügen, heißt es morgen vielleicht sogar, man kann die Asche als "Original isländisches Mineral mit der ganzen Kraft des Vulkans" auf den Kontinent verklappen - äh, verkaufen.
Und überhaupt - wer weiß, was übermorgen ist. Thetta reddast.






Außerhalb der vulkanischen Aktivität passieren tatsächlich noch andere Dinge.
Es wird Frühling.
Sehen kann man ihn noch nicht, er ist ein Isländer und man muss erahnen, was er plant. Aber man riecht ihn.
Die Pferde wissen auch, daß er da ist.





Und Farbe findet man, wenn man danach sucht.
Der Fluß hat da immer was zu bieten, von dem man nicht weiß, woher es kommt, aber es sieht gut aus und es kostet nichts.






Tuesday, April 20, 2010

Die Sache mit der Information

Wer sagt einem die Wahrheit?
Wie will man Märchen nachprüfen?

Das geht mir seit einigen Tagen durch den Kopf. Der Flugbetrieb nimmt langsam wieder Fahrt auf - nachdem sich alle gegenseitig genügend Druck gemacht habe. Eyjafjallajökull spuckt nämlich weiterhin Asche. Nicht mehr so hoch und nicht mehr so weit, aber nach Süden und Osten.
Auf wundersame Weise können Piloten nun per Sicht statt mit Instrumenten durch die Aschewolken reisen, um Aktienkurse vor dem Verderben zu retten.
Und der kleine Mann wundert sich.
http://news.bbc.co.uk/2/hi/science/nature/8629609.stm

Die Wolke über dem Vulkan ist kleiner geworden - dafür sieht man selbst von hier aus, wie sich der Rand um den Krater immer höher türmt. Alles doch nicht so schlimm?
Die Bauern im südlichen Ascheland sehen das anders. Ihre Höfe sind ruiniert, wie Teer hat sich die Asche über das Land gelegt und verhindert das Hochkommen jeder einzelnen Pflanze. Einer säuberte seinen Hof von oben bis unten - der nächste Tag brachte wieder Asche, staubt wieder alles zu.
http://www.icelandreview.com/icelandreview/deutsch/nachrichten/?cat_id=66878&ew_0_a_id=361058

Bei facebook hat sich eine Initiative gebildet - Hilfe für die Betroffenen am Vulkan:
http://www.facebook.com/group.php?gid=110563658980837&v=info
Ich bin zwar kein Isländer, aber ich lebe grad hier, und mein spontaner Gedanke gestern war auch: Was kann ich tun? Wo kann ich mich melden?
Wenn da was auf mich passt, bin ich dabei.

Bei der Informationsveranstaltung am Nachmittag hatte man das Gefühl, so wirklich wissen "die da oben" auch nicht. Die Mitglieder des Gremiums hielten ihre kleinen Vorträge und gaben Informationen, die jeder von uns schon aus den Medien kannte.
Das isländische Wetteramt hat seiner Infoseite eine "Aschevorschau" hinzugefügt:
http://www.vedur.is/vedur/frodleikur/greinar/nr/1869
Wann man aber nun wirklich die Pferde reinholen soll, ab welchem Grad der Veraschung - das konnte uns niemand sagen. Das würde man dann schon im Fernsehen hören.
Aha.

Ein älterer Herr fragte, ob es Berichte vom Ausbruch anno 1821 zum Thema Asche gebe - aus denen könne man ja lernen. Er wurde zuerst abgebügelt, für historische Fragen hätte man hier keine Zeit. Aber der Diskussionsleiter begriff die Brisanz der Frage und fasste den Ausbruch von 1821 kurz zusammen. Er endete damit daß leider kein Ausbruch dem zweiten ähnele, aber die Frage sei trotzdem sehr berechtigt. Eine Antwort gab es nicht (wie denn auch, sind ja alle tot von damals)

Insgesamt hatte man das Gefühl, daß eher abgewiegelt und beruhigt wird - was, so meinte jemand neben mir, für Isländer ein Problem ist weil sie dann erst recht "thetta reddast" denken - das wird schon irgendwie - und sich möglicherweise weiterhin nicht auf den Ernstfall vorbereiten. Eine Laxheit, die so manchem Tier im Ascheland zum Verhängnis wurde.

Präsident Ólafur Ragnar Grímsson wurde kritisiert für seine Bemerkung in der BBC, dieser Vulkanausbruch sei ja nur eine kleine Übung. So verschrecke man auch die letzten Touristen.
Das ist richtig.
Richtig ist jedoch auch, daß dies in der Tat nur eine Übung ist.
Jetzt ist die Zeit, über Plan B nachzudenken, im kleinen (Bauernhöfe) wie im großen (Luftverkehr).
Jetzt kann man Alternativen entwickeln für den Tag, ab dem der größere Vulkan Katla das Leben in Europa möglicherweise langfristig verändern wird, weil seine Sprengkraft auf 50-100 mal höher geschätzt wird.

Weiterhin bleibt das Gefühl der Demut, wenn man hier lebt:
http://www.icelandreview.com/icelandreview/deutsch/alltag/?cat_id=66903&ew_0_a_id=361045

Aber jede Demut hat auch ihre schaurigschönen Blickwinkel - ein paar zutiefst beeindruckende davon kann man in dieser Galerie bewundern:
http://www.boston.com/bigpicture/2010/04/more_from_eyjafjallajokull.html

Es ist der 20. April und draußen ist alles weiß - von Schnee. Er kommt von Südwest ins Dorf geweht.

Monday, April 19, 2010

Hotpot

In allen Reiseführern steht ja drin "Wenn Sie wissen wollen, was der Isländer wirklich denkt, gehen Sie in einen Hotpot."
Das habe ich heute wieder mal getan, und siehe da, wie auf Bestellung gings um den Vulkan.
Doch nicht etwa voller Sorge, sondern es ging um Fotos. Wer von wo wann die geilsten Bilder geschossen hatte (das Durchschnittsalter der anwesenden Wikinger lag um die 70).
Warst du auf dem Fimmvörduháls? Na klaaaar - zu Fuß hin und zurück, wollte mir doch das turistgos (Touristenausbruch) angucken. Aber das hier, das ist kein Turistgos. Nee, das ist was richtiges. Und sie wetteiferten, wer die höchste Wolke fotografiert, wer am nächsten dran gewesen ist. Nah dran ist cool, so wie '96 beim Gletscherlauf an den Skeidararsandur, wo der eine auf der zerstörten Brücke Fotos gemacht hat (sagt er).
Fotos sind wichtig - selbst mein Hausgenosse spurtete am Samstag los, um im (abgesperrten)Fljótshlid Bilder zu machen ... nachdem er mich für meine Neugier seinerzeit ausgelacht hatte und daß ich zum verrückten Teil Islands gehören würde - zu denen, die überall sofort gucken gehen müssen.

Aber das hier ist ja noch gar nichts, sagt einer im Hotpot.
Wenn die Katla ausbricht, wird ganz Sudurland schwarz.
Und alle nicken.

In der Tat gibt es jetzt schon Sorge, daß unterhalb des Eyjafjallajökull Land verloren ist - die Asche ist zu fein als daß sie Pflanzen hindurchlassen könnte und es kann sein daß der Boden regelrecht erstickt. Das ist seit der Landnahme immer wieder passiert - heute ist man offenbar etwas naiver, thetta reddast und so.
Wenn es weiter ascht, wird es problematisch.

Doch momentan, so berichtet ruv.is, spuckt der Vulkan Lavabomben von der Größe eines Jeeps. Aus der Asche hat er sich einen Kraterrand gebaut, innerhalb dieses Kraters brodelt nun Lava, die nach oben wegspringt. Fließlava gibt es keine - bisher also eine eher explosive Sache mit Blitzentwicklung in den Wolken.
Als die Herren über Jökull-taugliche Autos sprachen, beendete ich meinen Hotpotbesuch und dachte nach, was ich denn für Bilder präsentieren kann.
Immerhin wohne ich mit einzigartigem Blick auf alle drei Ausbruchskandidaten, nebeneinander aufgereiht wie auf einer Perlenkette:

Eyjafjallajökull - derzeit im Dienst.



Katla im Mýrdalsjökull.
Was aussieht wie eine Schwarzwälderkirschtorte, ist alles andere als unschuldig-sahnig-süß, sondern wird mit einer 50-100 fach größeren Kraft beim Ausbruch erwartet, innerhalb der nächsten 12-18 Monate, sagen die Forscher.



Und die grand dame des isländischen Vulkanismusses - Hekla, bisher immer zuverlässig alle 10 Jahre ausgebrochen, nun längst überfällig.




(die Fotos sind leider blau angelaufen weil ich sie bearbeiten musste. Das Tageslicht ist bereits jetzt so grell, daß man ohne Filter verloren ist)

Warten

Montagmorgen, eisiger Nordwind.
Nordwind bedeutet, daß Asche nach Süden fliegt, in den Mýrdalssand und auf die Westmännerinseln, wo sie nun Trinkwassercontainer bereitstellen.
Hier sieht man, wie die Aschwolke über den kleinen Inseln hängt:

Asche auch unterhalb des Vulkans, wo sich die Situation für die Tiere immer mehr zuspitzt.
Vorgestern wurde eine riesige Herde tragender Stuten aus dem Gefahrengebiet weggetrieben - hier kann man die dramatischen Fotos anschauen:

Andere Farmer denken darüber nach, ihr Vieh einfach zu schlachten, weil sie sowieso kein Futter mehr haben. Eine derartige Katastrophe kurz vor Beginn der Weidesaison, wo das alte Heu knapp ist und das Gras unter der Asche verschwindet, ist der Super-GAU für einen Bauern.


Nordwind bedeutet auch, daß Europa weiterhin nicht aufatmen darf - obwohl inzwischen versucht wird abzuwiegeln und immer mehr Fluggesellschaften offenbar zu Hasardeuren werden, weil sie die Millionenverluste nicht mehr wegstecken können.
Die Turbine des hier erwähnten Militärjets war vergangene Woche hier auf einer Nachrichtenwebseite zu sehen:
http://www.canada.com/technology/Finnish%20fighter%20jets%20damaged%20volcanic%20cloud/2914603/story.html
Die Asche hatte die Innenseite der Turbine wie karamelisierter brauner Zucker verkleistert.

Ich für meinen Teil traue weder Behörden noch Fluggesellschaften mehr über den Weg. Finanzielle Verluste machen blind und leichtsinnig, und niemand kann wirklich sagen, welche Gefahren für den Flugverkehr bestehen, weil das in dieser Form noch nicht vorgekommen ist.


Hier im Westen des Vulkans ist alles ruhig. Die Wettervorhersage kündigt Ostwind für Dienstag an. Asche für uns?
Niemand mag mehr irgendwelche Vorhersagen treffen, die Vulkanologen werden auch bezüglich Katla immer vorsichtiger.
Der Himmel ist blau, trotzdem kann ich heute kaum eine Vulkanwolke erkennen, es ist zu diesig.
Wer wissen will, wie Ragnarök wirklich aussieht, dem sei dieses Video von RÚV empfohlen:


Der Himmel ist blau und wir warten ...


Saturday, April 17, 2010

Wolke 2

Eitel Sonnenschein und eisiger Wind heute. Handschuhwetter.
Für morgen ist Wind aus Süden angekündigt.
Heißt: Asche.
Man könnte das Bild von vorhin fast romantisch finden, wie die Sonne auf den Gletscher scheint .... aber nur fast.



Friday, April 16, 2010

Wolken

Am Nachmittag bin ich am Fluß gewesen - kann doch nicht sein daß man gar nichts sieht.
Den Rauch von Fimmvörduháls, wo keine Lava mehr fließt, den konnte man erkennen. Aber Eyjafjallajökull? Wo soll der überhaupt sein? Überall nur Wolken ...

Gegen 18 Uhr klarte es auf. Auf dem Rückweg vom Stall holte ich mein Fernglas - und fand das hier:






Hinter den Hyrningar liegt der Gletschervulkan, aus dem eine inzwischen 30.000 Fuß hohe Qualmwolke aufsteigt.

Als wollte der Himmel uns nur mal kurz zeigen, um was es da eigentlich geht - denn jetzt ist wieder alles grau.

RÚV berichtet, daß die Lava des Eyjafjallajökull nicht fließt sondern spritzt (sprengigos) - das passiert wenn sie mit Wasser in Berührung kommt, wie es bei einer Eiskappe der Fall ist. Fließende Lava würde es nur geben wenn alles Eis geschmolzen wäre.
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Sie haben Straßen am Vulkan abgesperrt, nun nicht nur wegen der Fluten, sondern auch wegen des Aschefalls. In Vík ist alles totengrau von Asche.
Hier kann man ein neues Video aus dem Flugzeug sehen:
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Über die Asche spricht man nicht.
Sie wird auch für uns westlich des Berges wohl kommen, sobald der Wind sich dreht.
Wir warten einfach.
Die Stute bereitet sich auf die Geburt ihres Fohlen vor. Dummer Zeitpunkt. Es wird dieses Jahr viele Fohlen mit Namen Gósi geben ...
Auch da warten wir einfach - was willst du sonst auch machen?
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Zur Erinnerung noch mal die romantische Gletscherlagune gegenüber des Thórolfsfell, mit der Gletscherzunge Gígjökull.
Heute wälzten sich hier die grauen Schmelzwasserfluten vom Gipfel herab und weiter in den Markarfljót ...

Asche

(Quelle: Küstenwache, TF-SIF)

Als ich heute morgen dieses Bild in den Nachrichten fand, war ich doch sehr erschrocken.
Es zeigt die drei Krater des Eyjafjallajökull.
Aber es sieht auch aus als ob Gott uns eine Todesfratze geschickt hat ..................


Es ist ja auch unglaublich, daß der Vulkan auf dem Kontinent für mehr Ärger sorgt als in seinem eigenen Land.
Auch heute ist der kontinentale Flugverkehr empfindlich gestört, in Keflavik blieben alle Flugzeuge am Boden. Man erwartet in Deutschland durch die Aschewolke schlechtes Wetter und "Blutregen" (ein feines Wort für die Medien, gut geeignet zur Panikmache. Ich liebe ja sowas).

Hier im Skeid scheint die kleine Welt in Ordnung. Der Himmel ist teilweise blau, es ist windig und manchmal schicken dicke Wolken ein wenig Regen herunter.
Vulkan?? Asche??

Man muss schon die schlechte Angewohnheit, einfach überhaupt keine Nachrichten mehr zu lesen (meine isländische Krankheit), überwinden - dann merkt man, daß gar nichts in Ordnung ist.

Die Asche ist untersucht worden und als sehr fluorhaltig klassifiziert worden. Das Fluor ist zwar flüchtig und wird mit Regen in den Boden gewaschen, im Körper hat es aber kurzfristige und langfristige Auswirkungen. Es tangiert den Stoffwechsel, lagert sich in Knochen und Zähnen an und sorgt beim Vieh für Zahnausfall und Knochenauftreibungen (Lahmheit).
Die Asche selbst besteht aus mikroskopisch kleinen Splittern, welche in den Atemwegen und den Augen für Mikroreizungen führen. Im Magendarmtrakt reizen sie ebenfalls die Schleimhaut und können zusammen mit Wasser zu Verklumpungen führen (Kolik).

Östlich des Vulkans ist gestern heftiger Aschregen niedergegangen. Bauern konnten kaum ihr Vieh erkennen als sie es zusammentrieben.

Für Europa wird für heute Ascheniedergang erwartet.
Hier in Island empfiehlt die Lebensmittelbehörde, das Vieh bei Aschefall aufzustallen. Weidetiere, die draußen leben, müssen Zugang zu sauberem (!) Trinkwasser und Heu bekommen, Salzlecksteine werden empfohlen um die Tiere vom Erdefressen abzuhalten.
Futter und Wasser müssen also in irgendeiner Form vor dem Aschefall geschützt werden.

Bilder von der Vulkanspalte habe ich noch keine im Netz gefunden - alles konzentriert sich zur Zeit auf Asche und Flut. "Dies ist kein Touristenausbruch," sagte am Morgen einer der Vulkanologen. Es gibt keinen Grund mehr, sightseeing zum Vulkan zu buchen - Fimmvörduháls ist verloschen und der neue Ausbruch alles andere als amüsant.

In der vergangenen Nacht wälzten sich unter Donnern zwei weitere Flutwellen an der Gletscherzunge Gígjökull ins Tal des Markarfljót herunter. Farmen wurden evakuiert, inzwischen sind 400 Meter der Ringstraße die küstennah den Gletscher umführt, zerstört.


Hier mal ein Foto meiner Landkarte - der kleine weiße Fleck ist Eyjafjallajökull, in einem Bogen von Nord über West nach Süd sieht man das Überschwemmungstal Markarfljót, hier im Fljótsdalur und weiter im Süden westlich des Fljót (Landeyar) wurden die Farmen evakuiert

Wo die Griffelspitze liegt, wohne ich.

Thursday, April 15, 2010

Island hält mich fest

Im Nordatlanik liegt eine kleine Insel, auf der ein paar Vulkane immer mal wieder tätig sind. Einer davon, Eyjafjallajökull, der Eyjaberg unter dem Gletscher, ist in 1000 Jahren nur dreimal ausgebrochen, das letzte Mal 1861. Dann schlief er 200 Jahre lang.
Gestern rührte er sich erneut - einen Tag vor meiner Abreise nach Deutschland. Er schmolz Eis, verursachte eine heftige Schmelzwasserflutwelle und wurde dann so richtig ungemütlich.
Heute verhinderte er meinen Flug nach Deutschland.
Bizarr, oder?

Schon gestern hatte ich so ein Gefühl gehabt, ob meine Reise wohl wirklich stattfinden würde. Am Morgen hieß es am Flughafen erst mal Verspätung, weil der Wind ungünstig stand. Die ersten Maschinen verspäteten sich. Von Stunde zu Stunde wurden wir vertröstet, immer noch keine neue Windrichtung, aber viel Asche in der Luft.
Gegen 10 Uhr wurden die ersten Flüge gecancelt. Europas Flughäfen mussten ihre Pforten schließen weil Nordwind die Asche auf den Kontinent trug:






(die schwarze Wolke ist die dicke Aschewolke, die sich in Richtung Süden aufmacht)

Gegen Mittag strich auch unsere Fluggesellschaft ihre Flüge - in fast ganz Europa lag der Luftverkehr lahm, weil Asche niederging.
Hier sieht man den zu erwartenden Verlauf der Aschewolke:
http://news.bbc.co.uk/2/hi/europe/8623534.stm


In Island selbst heißt das Hauptproblem derzeit Flutwelle - erneut.
Gegen 20 Uhr meldet das staatliche TV, daß eine neue, riesige Flutwelle mit einer Geschwindigkeit von bis zu 15 km/h im Gebiet des Markarfljót erwartet wird. Das Gebiet ist notfallmäßig komplett geräumt worden, nachdem gestern für die erste Flutwelle schon Straßen abgebaggert worden waren um neue Brücken vor der Zerstörung zu bewahren.
In diesem Video kann man die vom Gletscher herabstürzenden Wassermassen gut erkennen:
http://www.mbl.is/mm/frettir/sjonvarp/?fl=0;media_id=48344;play=1&ref=fpsjonvarp

In diesem Video (in dem Gebiet war ich kürzlich wandern) werden die Fluten ebenfalls gezeigt - gestern waren sie noch 4 Grad warm gewesen, heute transportierte das Wasser kleine Eisberge und hatte eine Temperatur von 0 Grad.
http://www.mbl.is/mm/frettir/sjonvarp/?fl=0;media_id=48344;play=1&ref=fpsjonvarp
Man sieht wie die Fluten die Äcker der Farm Thorvaldseyri und Straßen überfluten, und mit welcher Gewalt sie sich in Richtung Meer wälzen. Die Farbe des Wassers vom Skogarfoss ganz in der Nähe hat sich verdunkelt.


Asche wird auch in Island zum Problem. Sobald der Wind dreht, wird der Ascheregen vermehrt auf der Insel niedergehen

Das hier wird zum Aschefall sogar auf englisch veröffentlicht:
http://www.ruv.is/frett/information-about-the-ash-fall

So sieht die Asche aus:

Da es hier vom Himmel hoch regnet, hab ich noch keinen Teller draußen stehen. Dieser Teller stammt aus Höfn weiter im Osten.

Als ich vom Flughafen heimkam, sah man nichts als graue Wolken.
Kaum zu glauben, daß irgendwo da hinten gerade ein Vulkan ausbricht. Ich kann das wirklich kaum glauben.
Die Entschuldigung "Mein Flug wurde wegen eines Vulkanausbruchs gestrichen" klingt ungefähr so glaubhaft wie seinerzeit Phrasen wie "Ich konnte leider nicht zum Unterricht kommen weil ich an der Cholera litt".

Nun warten wir also, was weiter passiert.
Mit einem Ausbruch der Katla (der Vulkan unter dem Mýrdalsgletscher) wird in den nächsten 12-18 Monaten gerechnet.
Ich versuch einfach nächste Woche noch mal, auf den Kontinent zu fliegen. Für die kommenden fünf Tage soll das Wetter mitsamt Windrichtung so bleiben, was bedeutet, daß Asche weiterhin nach Süden weht.

An alle, die sich Sorgen gemacht, gesmst, gemailt und angerufen haben: herzlichen Dank für eure Sorge!
Mir geht es gut, der Vulkan ist mitsamt der Fluten weit genug (60 km) von unserem Haus entfernt.
Ein Fernseher wäre jetzt wirklich nicht schlecht ;-)


Wednesday, April 14, 2010

Vulkan 3

Gestern blühte noch das Moos - heute bricht im Süden wieder ein Vulkan aus.
Das ist Island.

Diesmal ein wenig dramatischer als beim letzten Mal - diesmal sind alle vorbereitet. Am frühen Morgen wurden 700 Anwohner aus der Region unterhalb des Eyjafjallajökull evakuiert, die Ringstraße ist zwischen Skógar und Hvolsvöllur gesperrt und derzeit wird nördlich des Vulkans eine Straße fieberhaft weggebaggert, damit die Brücke über den Markarfljót nicht zerstört wird.
Die Flutwelle, verursacht durch die Gletscherschmelze, wird etwa in einer halben Stunde erwartet.

Alle Nachrichten kann man hier auf englisch und auf deutsch nachlesen - wir bemühen uns so aktuell wie möglich zu sein:
http://www.icelandreview.com/icelandreview/

Bisher gab es noch keine Auswirkungen auf den Flugverkehr (mein Flieger soll morgen früh starten), aber da die Möglichkeit einer phreatischen Eruption besteht, muss weiterhin mit Asche gerechnet werden.
Bei starkem Aschefall wird der Flugverkehr aus Sicherheitsgründen unterbrochen.

Tuesday, April 13, 2010

Frühlings-Moos

Was für den Schneeglöckchen-gewöhnten Mitteleuropäer hier fad und fies aussieht, ist für den kurz vorm Polarkreis lebenden Menschen ein Hoffnungsschimmer:
blühendes Moos.
Das Moos ist mit die erste Pflanze die auf Wärme reagiert - kaum liegen die Temperaturen dauerhaft um die 5 Grad, fängt es selbst auf Hellisheidi an zu schimmern und zu glühen, die Lavasteine beginnen schüchtern, Farborgien zu tanzen und die Moosschicht, die jahraus, jahrein wie ein Teppich über dieser merkwürdigen landschaft liegt, wird merklich dicker.
Heute dachte ich tatsächlich, ich steh auf einer satten, wollenen Orientbrücke.





Über die Berge legt sich der Hauch eines goldenen Schimmers - kein Gras, nur Moos, das zu erwachen beginnt und nach dem Frühling fragt.


Und aus rostroten, scheinbar müden Herbstgewächsen wird ganz bald ein Blütenmeer sprießen.



Wenn ich in drei Wochen wieder zurückbin, erkenne ich vermutlich hier nichts mehr wieder.
Haltet den Frühling an für mich! ;-)

Friday, April 9, 2010

Lauter runde Sachen

Da mein Kinderbesuch wieder fort ist und Stille hinterlassen hat, und außerdem draußen ein Wetter herrscht, welches "Wuthering Heights" alle Ehre macht, ich immer noch kein Sofa habe und Schokolade auch nicht mehr hilft, poste ich mal ein paar Bilder aus guten Zeiten :-)

Lauter runde Sachen.
Aufwachende Kiesel.



Vulkanfeuer.
*g*


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Meine heimliche Leidenschaft. (gehören ja wem anderes). Im Sommer vielleicht auch mal wieder im Sattel.
Mit Pferden *sein* - eine runde Sache. Immer.


Monday, April 5, 2010

Sonne und Eis

gab es an Ostern satt - mit meinem Kinderbesuch bin ich auf Ostereiersuche gegangen, und wir haben an ungewöhnlichen Orten ungewöhnliche Dinge entdeckt ...

Nicht Nordpol und doch so weiß ...




Nicht Afrika - und doch saharabraun ...



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Saturday, April 3, 2010

The Legend

Heute gab es einen erhebenden Moment.
Auf der großen Hengstschau in Hella wurde der berühmteste noch lebende Hengst Islands gezeigt - Orri frá Thufu.
Er ist 24 Jahre alt und noch ziemlich gut in Schuß, wie man auf dem Foto sieht.
Die beiden Mädels erzählten daß sie ihn jeden Tag bewegen oder reiten.

In der Halle wurde es tatsächlich andächtig still, als der alte Herr zur Tür hereinkam. Die Ovationen (Blumen und eine Gedenkplakette) nahm er mit cooler Würde entgegen - hätte sicher mal gerne gekostet, entschied sich dann aber dafür, einfach nur gut auszusehen.
Für mich ein echtes Erlebnis, ihn zu sehen und später in der Box begrüßen und streicheln zu dürfen.







Dieser kleine Herr hat mich auch beeindruckt: er ritt Klaengur frá Skálaholt, ein "Neunerpferd" welches auch ohne Rennpass eine Gesamtnote von 8,38 bekommen hat.
Die beiden machten in der Halle in hohem Tempo und auf dem Zirkel einen richtig guten Job.





Insgesamt war es eine rasante Veranstaltung mit kreativen Reitern und schönen Hengsten, die meist Probleme hatten, um die Kurve zu kommen, aber auf gerader Strecke Gas geben konnten.
Würde man sie normal satteln, wären sie vielleicht auch in der Lage, gebogen um die Kurve zu kommen.
Am meisten beeindruckt haben mich Ardur frá Brautarholti, Hedinn frá Féti und die beiden Blesastadir-Pferde Bjarkar und Fláki.

Friday, April 2, 2010

Wortspiele

Damit niemand denkt, ich würde dieses isländisch nicht lernen, gibt es ab jetzt kleine Kostproben - ich finde nämlich nichts spannender als im Wörterbuch zu blättern und über Wortzusammenstellungen zu sinnieren.
Dieses isländisch ist nämlich viel leichter als man denkt, wenn man versteht wie sie ticken.

frísk - gesund
ófrísk - schwanger

smásjá ist ein Klein-Guck: ein MikroskopItalic
leidi - Überdruß (gleiche Wurzel wie unser Leid) und Grab
Italicleidinglegur - langweilig. Ich finde bemerkenswert, daß die Heiden das Grab als langweilig empfinden. Nunja - nach der Mythologie gehen alle Wikinger ja nach Valhall um dort Praty zu machen. Alles andere als langweilig.
lát - Ende, Unterbrechung und ... Tod. Auch wieder sehr wikingertypisch. Das Sterben unterbricht nur die Party.

Thursday, April 1, 2010