Tuesday, June 30, 2009

Ein Abend in Reykjavík.
Viel Zeit zum Nichtstun, warme Luft, spiegelglattes Meer.
Die Welt dreht sich, manche Aspekte stehen auf dem Kopf - oder auch nicht, man muss schon genau hinschauen ...






Hafen und Schiffstaue faszinieren mich seit ich denken kann:





Weit weg - allein der Gedanke ist spannend:



Zerfasertes ...



Meeres-trompe-l'oeuil:



Und Ordnung kann ja auch ganz schön sein:





Ordnung der anderen Art:





Sunday, June 28, 2009

Hidalgo goes Húsey

So aehnlich muss er sich gefuehlt haben. Ich bin sicher.
Unsere Tour startete Samstag Mittag, gegen Abend und 30 km spaeter waren wir an jenem verwunschenen Zipfel Erde, der sich Húsey nennt, und wo es ausser einem blauen Haus und Pferden nur Stille gibt (sieht man mal vom Flattern des kossagök und den Schreien des stelkur ab)
Staubig steigen wir von den Pferden, schoben uns grosse Mengen an Grillfleisch in die hungrigen Baeuche und beendeten den Tag, wie vermutlich ueberall auf der Welt solche Reisen beenden werden ......... ueber den Rest schweigt des Dichters Höflichkeit, und auch seine Kamera ;-)

Der weiche islaendische Boden bescherte zumindest mir (mit nuechternem Kopfe) einen guten Zeltschlaf - es war die ploetzlich ausgebrochene Hitze, die uns ab dem Mittag zusetzte.
Hidalgo laesst gruessen, die Sonne knallte uns aufs schwarzbehelmte Hirn, und der Wind hatte sich vollkommen aufs Meer verabschiedet. Naja, man laesst sich davon hier nicht beirren und aendert an seinem Tempoverhalten nur wenig wenn man Mann ist *g* - und so war auch unser Rueckritt an den Ausgangspunkt einer mit speed oder wahlweise auch fullspeed.
Mein Pferd fand die Maennervariante lustig und so war ich meist vorne anzutreffen - ob ich wollte oder nicht *g*

Ich bin nicht runtergefallen und habe mich sogar getraut, mit 2 Handpferden zu reiten.
Vermutlich macht die Sonne leichtsinnig.
Leichter Sinn macht aber Spass ;-)


Alter-Kaempen-Sattel:



Pause - eine von ganz vielen:




Pause im Wasser:



Luxuspause im Schafpferch:




weils so schoen war, nochmal (oder zu dumm, Foto zu entfernen)




die Endlosigkeit macht einen fassungslos ...





Húsey-Idyll:



Gerne wieder:










Friday, June 26, 2009

Heute verlief alles nach Plan - aber sowas von!


1. Die Sonne schien - sowas von!

2. Die Pferde waren munter - sowas von!

3. Ich bin ca. 16 km mit 3 Pferden geritten und habe ein Ueberfallkommando freilaufender Pferde, gefaehrliche Trollfelsen, tiefe Wasser und Wasserfaelle, sowie boesartig unterspuelte Wege (Trollwerk??) ueberlebt, habe dreimal das Reitpferd gewechselt ohne mich in Zuegeln zu verheddern oder ein Pferd zu verlieren und bin angekommen - sowas von!

Ich wusste nicht dass Sonja mich vom anderen Flussufer fotografierte, und so gibt es hier verflucht seltene Bilder.


Start in Merki zur naechsten Etappe:





"As I went down the river to pray ..."





Kata-Suchbild:



Tatsaechlich angekommen - sowas von happy!




Kurz vor der Landstrasse hat Sonja dann die Pferde uebernommen und ist das letzte Stueck souveraen neben LKWs und Touristen zum Treffpunkt geritten:




Dies ist uebrigens das Gepaeck fuer gefuehlte 37 Reiter, die sich morgen zusammen auf den Weg ans Meer machen:
















Thursday, June 25, 2009

Raindrops keep falling on my head ...

... und schön, wenn man am Tag des Weltschmerzes trotzdem gute Laune behaelt. Wir haben uns jedenfalls darum bemueht - obwohl der Himmel ueber uns weinte, und das Kleinkind leider auch.
Soviel Weltschmerz auf einmal vergaellt das Reiten, weswegen wir heute zuhause geblieben sind. Selbst in der Bratpfanne sass naemlich Weltschmerz und liess Sonjas sonst so göttliche lumma schwarz werden, anschliessend weinte erst ihre Hand, danach mein Finger unter dem scharfen Messer.
An manchen Tagen sollte man halt gar nicht erst aufstehen ...
Und wer weiss was sonst noch passiert waere, wenn wir Pferde bestiegen haetten!



37 Tassen Kaffee spaeter beschlossen wir dann, uns die Laune nicht verhageln zu lassen und machten uns auf den (nassen) Weg in den (nassen) Islandzoo nach Klaustursel. Dort hatten natuerlich auch die (nassen) Tiere Weltschmerz und hockten uebellaunig in ihren Verschlaegen. Ich habe das einzig noch mögliche getan, womit eine Frau sich gute Laune verschaffen kann: ich habe sinnlos geshoppt.
In diesem Fall eine höchst sinnlose, aber sehr weiche Rentierhaut, in der Grösse eines Bettlakens. Wie das Riesenteil nach Deutschland gelangen soll, weiss ich auch nicht, aber egal.
Und am Schluss gabs dann doch was fuers Herz: zwei mutterlose Rentierkaelber, die mit der Flasche aufgezogen werden:

Man beachte den Blick des gekennzeichneten Kalbes. Seit heute Nachmittag frage ich mich, welches Geschlecht das Tier wohl haben mag .... *anhanddesdaemlichenBlickesschonsoeineIdeehaette*


Und hier uebrigens mein Schueler, Sir James.
Nachdem er nun so oft abgebildet wurde, wollte er endlich wissen, wie dieser schwarze Kasten funktioniert, und so haben wir mit dem Fotounterricht begonnen:




Wednesday, June 24, 2009

Und dann war da noch dieser Wanderritt ...

Eine ziemliche Herausforderung, wenn zwei Frauen wanderreiten wollen, aber nur 1 Auto und vor allem 1 Kleinkind haben. Immerhin haben sie 3 Pferde.
Was sie nicht haben, ist ein Babysitter.

Ich vermute, ein Mann wuerde in dieser Ausgangslage
a) schlechte Laune schieben
b) einfach losreiten - 'seht doch zu wie ihr zurechtkommt, ICH reite jetzt'.

Wir sind zu kreativ fuer schlechte Laune.
Wir teilen uns daher die Strecke, die von der Haustuer bis ans Meer fuehrt - jede reitet jeden Tag ein Teilstueck, waehrend die andere Kind und Laemmer huetet.
Ich kam auf diese Weise in die Verlegenheit, zum ersten Mal in meinem Leben ein Automatikauto zu fahren, und danach alleine in Island zu reiten und zwei Handpferde mit mir zu fuehren.
Manche Dinge im Leben muss man einfach machen.
Automatik fahren. Mit 3 Pferden galoppieren.

Der Start vor der Haustuer:
Teilnehmer: Sonja (oben), Kjói, Vin, Rebbi (alle unten)




It's a long way to Tipperary ... ;-)






Ab Hákonastaðir dann der passionierte Nichtreiter: ich (oben), die drei (unten)
weitere Teilnehmer: die Berge an der Jökulsá (rechts, links)




Nach 8 km und 4 Gangarten am vorlaeufigen Ziel angekommen:



Morgen schauen wir, wie wir weiterkommen. Samstag abend wuerden wir gerne am Meer sein.
Mt 3 Pferden, 1 Auto, und 1 Kleinkind.
Schaun mer mal.
;-)





Fundsachen vom Fluss:





Man ist dort nie alleine ...




Trolle sammeln naemlich Flussdiamanten ...




In diesen magischen Spiegel kann man seine Seele hineinwerfen ....






Monday, June 22, 2009

Aus Kleinem wird mal Grosses. Man muss nur warten können.
Kleines beruehrt.






Sir James Milchbart 307.
Milchbart seiner Königin.



Kleines taeuscht manchmal.
Eine Huette?
Oder doch etwas anderes?

Sunday, June 21, 2009

Fundsachen vom Fluss.


Runen ....





Bronzezeit .....



Eierschalen ....




Gaensedaunen ....



Blumen ....



Wolle ueberall ...



Saturday, June 20, 2009


Heute war der Tag von Schwester S.

Schwester S. ist die Schwester von Sir James, die bei der Mutter hatte trinken duerfen (und James nicht). Sie ist ein besonders kuscheliges Lamm und liebt, es stundenlang gekrault zu werden.

Da die Sonne schien und ich auch gerne Laemmer kraule, haben wir das ausgenutzt ;-)



Schwester S. hat sehr besonderes Fell:




Laemmer faszinieren. Mein neuer, trendiger Island-Pulli made by Sonja auch.


Sir James hat derweil meine letzten Entwuerfe korrekturgelesen ....








Friday, June 19, 2009

Ich bin kein Kirchgaenger, aber dem Reiz kleiner, einsamer Kapellen kann ich mich nicht entziehen. Eine davon liegt hier im Tal, ueber den Klippen der Jökulsá. Ich versuche, jeden Tag zumindest fuer ein paar Minuten dort hin zu gehen.
Man trifft hier nie Besucher, doch das Gestabók ist voll von Eintraegen.
Ein Ort wo man Gott ganz nah sein kann - wenn man will. Man muss nicht.

Man kann auch einfach nur durchs Fenster schauen und neue Blickwinkel entdecken.


Oder ueber diesem Spruch meditieren und ihn im Herzen mit nach Hause nehmen, weil er Trost gibt.


Noch ein trompe-l'oeuil ;-)